SELAH’22 lebt vom eigenen Erleben und auch vom Austausch mit den anderen.

Zusätzlich zu dem, was du beim Wochenstart in der Kleingruppe erzählen und hören kannst, gibt es jetzt auch das SELAH-FORUM.

Hier kannst du persönliche Erlebnisse, Einsichten und deine künstlerischen Umsetzungen vom Donnerstag (Bilder, Texte, Musikaufnahmen o.ä.) für andere zugänglich machen. Das ist auch für die interessant, die am Montag nicht dabei sein können.

(Bitte nichts von anderen weiterleiten, ohne vorherige Zustimmung der Urheber. Aber das versteht sich ja von selbst… )

Wir freuen uns auf deine Beiträge!

(falls es mit dem Hochladen nicht klappt: Schick uns einfach die Datei und was du als Kommentar schreiben möchtest, dann übernehmen wir das Hochladen…)

25 Antworten

  1. Ich habe mich analytisch mit “Spiegel im Spiegel” beschäftigt. Mich fasziniert immer wieder, dass Pärts so extrem “einfach” klingende Stücke ausgeklügelten “Gesetzen” folgen. Einmal begonnen, beginnt das Stück “der Regel folgend” sich zu entfalten, immer länger werden die Melodielinien, bis die natürliche Grenze (!) der Instrumente dem Stück ein Ende macht.

    1. Wunderbar, diese Grafiken – vielen Dank dafür!! Vorletzte Woche beim rein sinnlichen Hören von Pärt ging es mir so: Diese Musik richtet mich auf Gott aus, das war ein tiefes Erleben. Nun beim analytischen Blick wieder.
      Der Bezug zur Ewigkeit ist total immanent; es ist zutiefst geistliche Musik, selbst da, wo sie rein äußerlich als „weltliche“ Kammermusik daherzukommen scheint. Anbetung aus der Substanz heraus, mitten aus den begrenzten Mitteln dieser Welt heraus das Leuchten der Ewigkeit. Das berührt und erstaunt mich zugleich, zumal in dieser schlichten Konzentriertheit. Und dabei ja nicht nur konstruiert, sondern durch und durch musikalisch empfunden. Spannend auch die Borduntöne in 3er-Gruppen; dazu oben Terzschichtungen, Dreiklänge: Die Trinität unter, über, in und aus der Musik? Alles durchdrungen von Gott als Ursprung und Ziel, kommt mir in den Sinn…

  2. Woche 1: um zu spüren, wo ich in einem mentalen Konflikt stand, brauchte ich einen Spaziergang. Ich verließ das Haus, um den Ablenkungen zu entfliehen, lief zum Fluss bei der Pferden. Tags darauf wurden meine Wohnung, mein Bett zu diesem lang ersehnten, einsamen Ort des Gebets – Selah. Weder Kraft zum Singen noch zum Klavier-Spielen. Hörte Arvo Pärts Spiegel im Spiegel. Ganztägig ruhte eine dichte Nebelwand vor meinem Fenster, sie verschleierte meine Aussicht, dämpfte alle Geräusche im Haus – Stille! Nur Gott und ich. Hier erlebte ich Selah.

    Elfchen:
    Ruhe
    Im Haus
    Mir tut es gut
    Loslassen

    1. Gigantisch! Habe mir das Stück als Choreografie, getanzt vorgestellt – da steckt so viel drin für mich 🙂 Danke!

  3. Ich habe jede Woche bei Spazirgang mit Jesus mich inspirieren lassen und meist ein paar Foto gemacht was nächsten Tag mit ein Elfchen kombiniert habe;

    1. Woche (Diese Woche wurde ich 33 Jahre alt und hat mich sehr berührt dass ich gleich alt bin mit Jesus. Habe ich vorgestellt wie er neben mir als eine junge Mann spaziert, wie Er aufsteht zu beten habe ich auch bildlich vorgestelt. Dazu die Elfchen:
    Jung
    der Mann
    dort kniet Er
    mein Herz wie Seins
    Morgenröte

    2. Woche (alle suchen dich)

    Laut
    der Welt
    nimmt den Grund
    Gott in meine Mitte
    Grenzpunkt

    Kommt
    der Fluß
    schnell fließt er
    ich lasse Möglichkeiten gehen
    geborgen

  4. Ein paar Gedanken zur 1. SELAH-Woche:

    Die Besinnungszeit half mir, das intensiver in den Alltag hineinzunehmen, wie Gott mein Denken, Reden und Handeln in meinem Alltag prägt:

    „Von außen brauch‘ ich manchmal einen Tritt, so mache ich bei Selah mit.
    Wenn ich erwache, früh aufstehn und an `nen einsamen Ort gehen.
    Beten ist sehr kreativ, meine Gedanken gehen tief,
    wenn ich still sein Wort betrachte, in der Natur auf Zeichen achte,
    spiele, singe, schreibe, ganz in seiner Nähe bleibe.
    Und diese Nähe wirkt sich aus, wenn ich zur Arbeit geh hinaus.“

  5. Ein paar Gedanken zur 2. SELAH-Woche:

    Vielen Dank für die Anregungen zu den Gebetszeiten. Die waren wirklich sehr kreativ.
    Das Thema beschäftigt mich auch zurzeit sehr, es tut gut, gesunde Grenzen zu setzen. Beeindruckend und motivierend ist das Wissen, mit den anderen Crescendo-Teilnehmern gemeinsam vor Gott diese Besinnungszeit zu erleben. Aber auch mir neu bewusst zu machen, dass ich mit den Mitchristen meiner Ortsgemeinde gemeinsam unterwegs bin, lässt mich über Gottes weites Herz staunen:

    „Viele beten jetzt zu ihm aus meiner Stadt, was für ein Gott mit weitem Herz, der alle Welt in Händen hat!“
    Hilfreich waren auch die Erfahrungen, die die Künstler im Künstlerinterview weitergegeben haben:
    „Wenn ich nach dem Arbeitstag schließ zuhaus die Türe zu,
    klapp‘ ich gedanklich hoffentlich das Kapitel „Arbeit“ zu!
    Erwartungen hab ich an mich, sie alle kann ich nicht erfülln.
    Die andern wollen was von mir, ich mach‘s, weil den Apell ich hör.
    Kann nicht all die Erwartungen meiner Schüler stillen,
    will ich doch vorrangig die meines Mannes suchen zu erfüllen!
    Das wurd‘ mir wichtig im crescendo-Künstler-Interview,
    darum hör ich weiter gut bei den „Selah-Treffen“ zu.“

  6. Die Musikstücke, die es freitags gab, und die Erklärungen dazu haben mir geholfen, mich auf Gott auszurichten. Das Musikstück in der letzten Woche war die abschließende Szene aus dem Feuervogel von Igor Stravinsky, wo die Macht des Bösen gebrochen wird. Nach einer spannungsvollen Stille erwacht neues Leben und die Szene endet mit einem großen Finale, mit der Hochzeit von Prinz und Prinzessin. Das Gute hat über das Böse triumphiert.

    Zwei Fragen, denen wir uns bei diesem Musikstück stellen sollten, waren unter anderem: Welcher böse Zauber wird zerbrochen und welches Dazu-bin-ich-da wird dadurch ermöglicht?

    Die Antworten, die ich in einem Gebet formulierte, sind:
    „Jesus, du bist das strahlende Licht, der starke Gott, keiner Situation ohnmächtig ausgeliefert, als Vater der Ewigkeit gibst du uns eine begründete Hoffnung. Deine Herrschaft bringt wahren Frieden. Ich kann mich auf deinen Sieg stellen, ich muss nicht mutlos sein, nicht duckmäuserig vor dem Feind, denn du hast die Angriffe des Feindes zerschmettert. Eine herrliche Zukunft liegt für uns bereit. Wir dürfen einhergehen in deinem Triumphzug, wie Paulus es in 2. Kor. 2,14 beschreibt: „Von ganzem Herzen danke ich Gott dafür, dass er uns immer im Triumphzug von Christus mitführt. Wohin wir auch kommen, verbreitet sich die Erkenntnis Gottes wie ein angenehmer Duft, dem sich niemand entziehen kann.“ Ein Wohlgeruch für meine Umgebung sein, das möchte ich auch durch meinen Beruf bewirken. Das geht aber auch nur, weil du, Jesus, die Hoffnung der Herrlichkeit, in uns lebst, (Kolosser 1, 27). Du hast gesiegt über unsere sündige Natur, unsere Ängste, hast unsere Mauern durchbrochen. Als dein Königskind darf ich mich selbst wertschätzen, weil du mich anders siehst als ich mich selbst.“

    Vielen Dank an das Crescendo-Team für alle Vorbereitungen und Danke an die Künstler, die in den Interviews uns Anteil an ihrem Leben mit Gott gaben, Danke auch allen Teilnehmern. Es ist wie gesagt ermutigend zu sehen, dass Gott überall seine Leute hat und jeder an seinem Platz seine Berufung lebt.
    Liebe Grüße
    Sonja

  7. Diese dritte Woche habe ich mir viele Gedanken zu dem Passwort meines Lebens gemacht. KREATIVITÄT als Schlüsselwort war mir schnell klar. In den Aufgaben und Verheißungen die damit verbunden sind, sind wie so schön beschrieben, Motivation, Anliegen, Stärken und Schwächen gleichzeitig mitgeliefert. Also eine lebenslange Beschäftigung, die mich erfreut, erfüllt, zum Nachdenken bringt, nach außen wirkt und das Reich Gottes mitgestaltet!
    Danke an das SELAH-Team für den segensreichen Jahresbeginn!

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