DAS SELAH'23 LOGBUCH


Hier im Logbuch findest du viele wichtige Anregungen für  SELAH’23 als ganzes und für die jeweiligen Tage. Wenn du zu ersten Mal dabei bist, lohnt es sich besonders vorab schon mal reinzuschauen. Aber lass dich von der Menge der Informationen nicht verwirren. Es erklärt sich alles Stück für Stück! 


SELAH'23
GEWOLLT SEIN

Fühlst du dich als Mensch und als Künstler:in eigentlich gewollt? 
In den letzten Jahren war das für viele besonders schwierig. Aber auch jetzt im „Fast-Normal-Modus“: Wie geht’s dir? Fühlst du dich willkommnen, wenn du zu einer Probe oder einem Konzert kommst? Wie ist es für dich, wenn du Konkurrenzdenken unter Kollegen spürst? Oder wenn deinen Schülern scheinbar alles egal ist? Wir sind gespannt, was Gott uns dazu sagen will…

Den Text verraten wir noch nicht. Aber die Themen für die 3 Wochen schon: 
1) Gewollt im „noch nicht“.
2) Gewollt in Weite und Grenzen.
3) Gewollt als Gegenüber. 

Neugierig geworden…? Das würde uns freuen.

 

Hier findest du während SELAH’23 jeweils am Dienstag früh die Videos zu den „Beobachtungen am Text“ und ggf. die Mitschnitte der Künstlerinterviews vom Wochenzoom.

Das Herzstück von SELAH’23 ist deine persönliche tägliche Primetime. Wir empfehlen sehr, darum notfalls zu kämpfen, sie wirklich möglichst regelmäßig frei zu halten. 

Der Ablauf sollte möglichst täglich ähnlich sein. Das hilft dir wirklich, immer besser anzukommen. Unten gibt es einen Vorschlag („Primetime Ablauf“). 

Die Tagesübungen sind das Herzstück deiner Primetime. Anregungen dafür findest du unter „Tagesübung“. Die Form bleibt dabei pro Wochentag gleich, aber der Inhalt passt sich an das Thema der Woche an. Es ist wirklich hilfreich, schon vor der PrimeTime zu wissen, welche Tagesübung dran ist, und alles vorbereitet zu haben. Dann kannst du gleich richtig einsteigen.

Unter Downloads findest du am Dienstag die Videos zu den „BEOBACHTUNGEN am Text“ und am Donnerstag Abend den Link zu BILD, TEXT oder MUSIK für deine PrimeTime am Freitag. 

Klick auf die Überschriften, und du erfährst mehr…

Überlege vorab, was du heute machen möchtest und lege bereit, was du brauchst (Tagebuch, Stift, ggf. Sachen für die „Tagesübung“). Besprich ggf. mit anderen, dass du jetzt für einige Zeit nicht ansprechbar bist. Stell auch die Haustürklingel aus und dein Handy auf Flugmodus. Jetzt ist Zeit nur für dich und Gott. Genieße es!  

Wenn du dir einen Timer stellst, wirst du frei sein, nicht ständig  nach der Uhr zu sehen und kannst dich ganz auf diese Zeit einstellen.

Beginnen kannst du mit einem kurzen Gebet, z.B. „Herr, diese Zeit gehört dir!“ oder ähnlich.

Vielleicht willst du eine Kerze anzünden.

Luther empfahl – was für viele katholische und orthodoxe Christen ganz normal ist – sich zu bekreuzigen, als fühlbares Zeichen, dass man sich bewusst unter Gottes Schutz stellt. Was immer dir hilft, dieser Zeit einen bewussten Anfang zu geben, ist hilfreich. 

Nimm dir zwei Minuten, dir in der Stille bewusst zu machen, dass Gott gegenwärtig ist und sich auf dich freut. Egal wie du dich fühlst, das steht fest. Zwei Minuten können zu Beginn ganz schön lang sein. Halte durch, es lohnt sich. (Manchen hilft es, einen Timer auf 2 Min einzustellen. Dann kann man sich ganz auf die Gegenwart Gottes und die Stille einlassen ohne auf die Uhr zu schielen.) 

In dieser Haltung und dem Bewusstsein, dass Gott gegenwärtig ist und dich „mit liebender Aufmerksamkeit“ anschaut, blicke auf die letzen 24 Stunden zurück. 

Was war los? Beginne einfach bei der letzten PrimeTime und gehe den Tag durch: Was war schön, hilfreich, gut? Was schwierig? Es geht nicht ums Analysieren, sondern um das Wahrnehmen. 

Bringe vor Gott, was dir wichtig wurde. Vielleicht als ein kurzes Schreibgebet in deinem Tagebuch. Bei den Downloads findest du eine Anleitung.

Ca. 8-10 min sollten ausreichen. Aber wenn du merkst, dass Gott redet, bleibe länger dabei! Dann kann der Rest warten, verschoben werden oder auch mal wegfallen. 

Normalerweise sollte hier mit ca. 20 min der Schwerpunkt liegen. Aber lass dich leiten. 

Für jeden Wochentag geben wir dir unter “Tagesübung” eine Anregung. 

Unser Tipp: Mach dir jeweils  (z.B. in deinem Tagebuch) Notizen, zu dem, was dir wichtig geworden ist. Das kann ganz kurz sein, hilft dir aber, später den „roten Faden“ zu entdecken. 

Danke Gott kurz für das, was du erlebt hast! Vielleicht endest du ja wieder mit einem Kreuzzeichen. Und wenn nötig, vergiss nicht dein Handy wieder anzustellen. 😉

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Jeden Montag gibt es den gemeinsamen Wochenstart

10:00-11:00 per Zoom

RÜCKBLICK

Wir starten mit einem Austausch über die Erfahrungen in der letzten Woche in Mini-Gruppen. Hier gelten zwei wichtige Regeln:

1) Jeder erzählt nur, was er wirklich frohen Herzens sagen möchte. Es lohnt sich also, vorher zu überlegen, was man sagen möchte.

(2) Die anderen hören nur zu! Bitte keine Kommentare! Alles, was gesagt wird, darf einfach so stehen bleiben! Wenn ihr später mehr hören wollt, könnt ihr per Chat E-Mail-Adressen oder Telefonnummern austauschen. Kurze Verständnisfragen sind möglich und natürlich ein „Danke für’s Anteil-Geben”.

EINBLICK

Wir nähern uns gemeinsam dem Abschnitt für die neue Woche. (Falls du schon einmal dabei warst: Nach Anregungen von Teilnehmenden im letzten Jahr, wird das etwas anders als bei den letzten Jahren. Besser. Lass dich überraschen.)

AUSBLICK

Wir freuen uns auf ein Künstler-Interview von ca. 15 min zum Thema der neuen Woche. 

 

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Heute geht es darum, den Text für diese Woche noch einmal ganz persönlich zu „kauen und zu verkosten“. Was steckt da für dich drin? Was will Gott dir hier schenken?

Folgende Schritte könnten dir Hilfen:

  • Lies den Abschnitt laut oder halblaut. Möglichst so, dass du ihn selber hören kannst!
  • Lies ihn ein zweites Mal. Vielleicht willst du ihn auch in einer anderen Übersetzung lesen (wir stellen einen Zusammenstellung von 4 Übersetzungen im Überblick unter DOWNLOADS bereit!). Oder wie wäre es, ihn dabei einmal abzuschreiben?
  • Lies ihn evtl. ein drittes Mal, aber jetzt ganz ganz langsam, Wort für Wort. Was bringen die einzelnen Worte in dir zum Klingen. Was hallt nach? 
  • Frage Gott,  warum gerade dieses Wort, dieser Gedanke etwas in dir auslöst. Was hat das mit dir und deinem Leben zu tun? Worüber will er mit dir reden?

 

Und dann geh’ eine Runde spazieren. Am besten wäre eine Gegend, in der du ungestört bist: ein Park, ein Wald, eine Gartenanlage. Um zur Ruhe zu kommen, kannst du zuerst einfach die Natur um dich herum wahrnehmen. 

Und dann rede einfach mit Jesus. Stell dir vor, er läuft neben dir, wie ein guter Freund, und du redest mit ihm. Ja, laut! Wenn du Sorgen hast, was Leute von dir denken, dann stecke dir einfach Kopfhörer in die Ohren und jeder wird denken, du telefonierst. Stimmt ja irgendwie auch und ist ganz normal. 

Wenn du zurück kommst, mach ein paar Notizen, was dir wichtig geworden ist. Das ist wirklich wichtig!

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Die Übung für heute ist ganz einfach.

Lies dir den Abschnitt dieser Woche noch mal kurz durch. (Vielleicht kannst du ihn inzwischen auch auswendig.) Schau dir auch gern deine Notizen von gestern noch mal an. Was war dein Thema?  Du weißt es noch nicht genau? Vielleicht wird es heute klarer. 

Es würde uns nicht wundern, wenn du hier schon genug „Futter“ für diese 20 Min bekommst. Dann schließe fröhlich deine Zeit!

Wenn nicht, stellen wir jeweils am Mittwoch früh ein Video online, in dem Max einige „Beobachtungen am Text“ vorstellt. Du kannst es heute sehen, oder wann immer du willst. 

Was immer dir in dieser Zeit wichtig wurde, sprich mit Gott darüber! Und mach dir Notizen! 

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Lies den Wochenabschnitt.

Was hat dich bis jetzt angesprochen und bewegt, wenn du auf die Woche zurückblickst? Vielleicht liest du deine Tagebuchaufzeichnungen noch einmal quer. Was sticht heraus? Höre in dich hinein. Was kommt da in dir hoch?

Wie kannst du dem, was dir an dem Abschnitt oder durch ihn wichtig geworden ist, „deinem Thema”, einen Ausdruck geben?

Wie wäre es, …

   etwas zu malen, zu formen, oder als  Collage dazustellen,

   etwas auf deinem Instrument zu improvisieren, oder wie wäre eine “Mikrokomposition”?

   ein Gedicht  oder eine Kurzgeschichte zu schreiben, oder ein „Elfchen“* zu verfassen,

   einen Satz oder genau den Vers dieser Woche zu gestalten (Kalligrafie und „Lettering“ (Anregungen gibt es im Internet reichlich.)

    … 

Keine Angst, es geht nicht um Meisterwerke. Du musst es niemand zeigen. Es ist für dich: Eine Übung, dem Ausdruck zu verleihen, was sich vielleicht mit sachlichen Worten nicht ausdrücken lässt. Wir empfehlen dir aber, eine Aufnahme oder ein Foto zu machen für dich zur Erinnerung und evtl. falls du es zeigen möchtest. (z.B. deinem Zweierschaftspartner oder am nächsten Montag.) Aber nur, wenn du wirklich willst! 

*Ein „Elfchen” ist ein Gedicht aus elf Wörtern, die sich nicht reimen müssen, aber in einer bestimmten Ordnung stehen. Es ist angelehnt an die japanischen Haiku-Gedichte. Es hilft, komplexe Eindrücke und Gedanken auf den Punkt zu bringen. Manche Künstler lieben es als Startpunkt für Geschichten oder Gedichte. Aber es hat auch einen Wert in sich selbst.
Die 1. Zeile besteht aus nur einem Wort (oft Adjektiv oder Nomen), die 2. Zeile aus zwei, die 3. aus drei, die 4. aus vier und die letzte wieder nur aus einem Wort. Es gibt richtige „Elfchen-Regeln“  Aber lass dich so leiten: Was hilft dir, das auf den Punkt zu bringen, was dich an dem Abschnitt der Woche beschäftigt? 
Ein Beispiel

Blau 

Der See 

Hell glänzt er 

Ich bade so gern 

Sommer

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Jeden Donnerstag Abend schalten wir ein Bild, einen Text oder eine Musik zur bei den Downloads frei.

Was bringen sie an Neuem Akzenten zum Thema der Woche und deinen Gedanken?

Schau, lies bzw. höre in einer Haltung des Gebetes: „Vater, willst du mir hier etwas sagen?“ 

Notiere, was dir aufgefallen oder wichtig geworden ist. 

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Die beiden Tage haben wir bewusst frei gelassen. Zum einen als Puffer, wenn du mal einen Tag keine PrimeTime haben konntest, zum andren, weil am Wochenende die Uhren oft anders ticken.

Hier sind ein paar Anregungen, wenn du Lust und Zeit hast.  Wie wäre es, …

  • … den Text wieder zu lesen und dazu deine Aufzeichnungen noch einmal durchzugehen? Gibt es einen roten Faden? Worüber würdest du gern noch mal mit Gott reden? oder
  • … eine Übung, die dir besonders liegt, zu wiederholen? Oder
  • … eine andere kreative Umsetzung  vom Donnerstag auszuprobieren? oder 
  • … Vielleicht hattest du auch noch nicht die Gelegenheit die BEOBACHTUNGEN AM TEXT vom Dienstag anzusehen. oder 
  • … Es gibt eine Zeit dich mit einem Freund/einer Freundin zu verabreden, und über eure die Erfahrungen zu sprechen und füreinander zu beten?

Hier findest du (später) z.B. den Bibelabschnitt für die jeweilige Woche in 4 Übersetzungen und WORT/BILD/MUSIK für deine Primetime am Freitag.

Beim 1:1  geht es nicht unbedingt um Seelsorge. Kann sein, muss aber nicht. SELAH eröffnet für jeden einen persönlichen Weg mit Gott. Wie geht es dir dabei? Kommst du rein? Entwickelt sich etwas? Ist etwas aus dem Weg zu räumen? Wurde etwas angestoßen, worüber du einmal reden oder beten möchtest. Manchmal ist es einfach gut, wenn jemand mal zuhört. Dafür ist diese Zeit da. 

Vielleicht hast du dafür einen Zweierschaftspartner. Wunderbar! Oder sogar einen Mentor oder Seelsorger. Sehr schön! Wenn nicht, kannst du dich mit Claudia oder Franz verabreden. Unsere Zeit ist zwar begrenzt, aber manchmal sind Grenzen ja gesund und hilfreich. 😉 Wir planen 30 Min pro Gesprächszeit und freuen uns auf dich! 

Ganz wichtig:  Was hier gesagt wird, bleibt unter uns und Gott!